Die Geschichte des Junggesellenabschied beginnt im antiken Griechenland. Die Freunde eines Spartaners wollten dem Bräutigam vor der Hochzeit ein letztes Mal ermöglichen, ausgiebig und ohne einen Gedanken an den Ehepartner zu feiern. Ein letztes Mal „frei sein“. Heute wird die Tradition, die sich dann primär in Großbritannien entwickelte, anhand der Metapher vom Gefängnis der Ehe meist ein wenig auf die Schippe genommen, beispielsweise wenn dem Junggesellen ein schwerer Gegenstand an das Bein gebunden wird.

Junggesellenabschied Geschichte

Die schwere Kugel am Bein ist pechschwarzer Humor.

Nachdem sich die 68er-Generation in Deutschland von allen Ritualen ihrer Väter und Großväter befreit hatte, geriet der JGA etwas in Vergessenheit. Außer in den ländlichen Bereichen wurde die Tradition kaum noch zelebriert. Bis Hollywood den Mythos vom Junggesellenabschied 2009 mit Beginn der erfolgreichen Trilogie „Hangover“ aufleben ließ. Inspiriert von dem Film und mehreren Nachahmern, die in den darauffolgenden Jahren in den Kinos liefen, orientierten sich zunehmend Bewohner der deutschen Städte an der amerikanisierten Form des JGA. Ihr Leitspruch: Nochmal ordentlich die Sau rauslassen!

Nachdem nun die Frage nach der Junggesellenabschied-Geschichte geklärt ist, solltest Du dich mit der zunehmenden Amerikanisierung des Rituals beschäftigen. Ich werde einen Vergleich ziehen zwischen dem deutschen und amerikanischen Junggesellenabschied. Wichtig ist mir, dass Du weißt, dass die amerikanisierte Form aus Hollywood nicht die einzige Art ist, wie man die Tradition feiert. Wie Ihr den Abschied zelebriert, sollte davon abhängen, was für ein Typ Mensch der Junggeselle ist. Die Feier sollte sich nach ihm richten und dem was er gerne machen würde. Schließlich geht es darum, dem Bräutigam vor der Ehe nochmal eine schöne Zeit im Beisein seines engsten Freundeskreises zu bereiten.